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Stille mit Leserin

  • Autorenbild: Ines Balcik
    Ines Balcik
  • 7. Aug.
  • 1 Min. Lesezeit

Manchmal werde ich gefragt, woher ich die Ideen für den Dudenkalender nehme. Das Rezept ist ganz einfach: Ich halte Augen und Ohren offen – und führe eine Liste, in der ich Fundstücke notiere. Nicht alle Sprachkuriositäten finden den Weg in den gedruckten Kalender. Einige dieser Wortschätzchen sind zu nett, um in der Versenkung zu verschwinden. In loser Folge stelle ich einige davon hier im Blog vor.

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Das Bild zum Beitrag hat nur indirekt damit zu tun. Im Juli durfte ich Schüler*innen erzählen, wie ich Kalenderautorin wurde – ein Berufsbild, das mir als Schülerin sehr fern lag. Heute freue ich mich, dass ich meine Leser*innen mit Grammatik und Rechtschreibung piesacken (oder unterhalten!) darf.


Dass in Social Media Rechtschreibung und Grammatik ein Schattendasein führen, ist bekannt. Wer meine eigenen Beiträge durchforstet, wird viele Fehler finden. Online tippt man mal eben schnell etwas vor sich hin, ganz normal. Umso schöner, wenn sich dabei eine Sprachblüte entfaltet, die die Lachmuskeln trainiert. So wie hier:


Stille mit Leserin
Stille mit Leserin

Stille mit Leserin eröffnet ungeahnte philosophische Dimensionen im literarischen Spektrum. Eine Stille mit Leserin ist so viel eindrücklicher als eine langweilige stille Mitleserin. Nicht wahr?


Genug geschmunzelt, jetzt geht's richtig zur Grammatiksache.

Das Fundstück: „Sie waren kräftige Zupacker, die sich uns Kindern annahmen.“

Die Frage: Stimmt der Satz so, ist uns Kindern wirklich Genitiv?


Ich freue mich auf eure Antworten. Meine Auflösung folgt in den Kommentaren.


1 Kommentar


Ines Balcik
Ines Balcik
vor 7 Tagen

Die Onlineprüfung mit Duden Mentor akzeptiert den Satz so. Ich würde umformulieren, mich stört der Dativ.

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